Neues Projekt!

„Vor all dem hier habe ich nicht oft gebetet. Nun tue ich es jede Nacht. Ich bete für die Gesundheit meiner Kinder und meiner Familie. Ich bete, dass sie diese Reise überstehen und dass wir sicher in Deutschland ankommen. Ich bete, dass es meinem Mann gut geht und dass er dort bereits auf uns wartet. Und ich bitte um Kraft. Kraft, um durchzuhalten. Kraft, um meine Kinder sicher dorthin bringen zu können.“

Im April hat unser neues Musiktheaterprojekt „Messiah“ (Arbeitstitel) begonnen. Seitdem trifft sich die Gruppe aus rund 20 Teilnehmer*innen zum wöchentlichen Theatertraining. Die Proben finden im Theater der Frankfurt University of Applied Sciences in Frankfurt statt. Neben Studierenden der Sozialen Arbeit (FUAS) und Geflüchteten sind auch weitere Teilnehmer*innen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit dabei. Die Themen Religion, Glaube, Kultur und Integration begleiten den Probenprozess und geben immer wieder Anlass für Diskussionen und das Verfassen eigener biografischer Texte, die zur Entwicklung des Stückes dienen sollen.

Hierbei spielen vor allem persönliche Glaubenserfahrungen eine Rolle, aber auch politische Themen, wie beispielsweise Extremismus, „Heiliger Krieg“, Christenverfolgung und Antisemitismus werden in den Proben besprochen und szenisch umgesetzt. Mit großer Motivation wagen die Teilnehmer*innen die ersten Schritte auf die Bühne und bekommen unter fachlicher Anleitung Präsenz-, Stimm- und Schauspieltraining.

Der Respekt gegenüber der Religion der/des Anderen ist stets gegeben und es herrscht unter den Teilnehmer*innen eine große Neugier auf die Vielfalt religiöser Weltanschauungen. Nach der Sommerpause beginnt die Inszenierung des Stückes. Dazu wird viel recherchiert, ausprobiert und an gemeinsamen Probenwochenenden zusammengeführt.

Ab September wird parallel eine Musikgruppe mit der Entwicklung des Messiah starten. Ziel dabei ist es, die Schwerpunktthemen des Oratoriums von G.F. Händel in einen gesellschaftlichen Kontext zu bringen und diese ebenso unter aktuellen gesellschaftsrelevanten Gesichtspunkten zu betrachten und eigene Szenen und Musikstücke zu schaffen.

Premiere des Stückes: Frühjahr 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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